Zukunft der Ausbildung
Die Ausbildung von Ergotherapeuten befindet sich in einem Veränderungsprozess.
In vielen Ländern ist die Ausbildung grundständig akademisiert, d.h. sie erfolgt ausschließlich an
Hochschulen.
In Deutschland absolvieren Ergotherapeuten die 3-jährige Ausbildung an Fachschulen und haben
im Anschluss die Möglichkeit, in einem aufbauenden Hochschulstudium den Bachelor- bzw.
Masterabschluss zu erwerben. Ideal ist es, wenn Fachschulen und Hochschulen ihre Ausbildungs-
bzw. Studiengänge so aufeinander abstimmen, dass ein Studium „nahtlos“ auf die Fachschulaus-
bildung aufbaut.
Diese Regelung hat den entscheidenden Vorteil, dass die Auszubildenden zunächst eine solide
Grundlage erwerben, die vor allem auch umfangreiche praktische Kompetenzen beinhaltet.
Grundständige Hochschulstudiengänge vermitteln, so die Erfahrung aus anderen Ländern, zwar
umfangreiche theoretische Kenntnisse, befähigen aber nur eingeschränkt zur praktischen
therapeutischen Arbeit. Zudem sind sie für Menschen mit mittlerem Bildungsabschluss nicht
zugänglich.
Aus diesen Gründen sehen wir eine grundständige Akademisierung der Ergotherapie-Ausbildung
in Deutschland sehr kritisch und sprechen uns mit Nachdruck für die Beibehaltung und
Weiterentwicklung der dualen Ausbildung aus.
Auch wir sind der Ansicht, das die wissenschaftlichen Grundlagen der Ergotherapie weiter
erforscht und entwickelt werden müssen. Dies kann am besten im Verbund von Theorie und
Praxis erfolgen - die duale Ergotherapie-Ausbildung in Deutschland bietet dafür die besten
Voraussetzungen!
Die Hephata Ergotherapieschule Fokus bereitet derzeit eine Kooperation mit einer
renommierten Hochschule vor, in der Fachschulausbildung und Studium so miteinander verzahnt
sind, dass mit einem Mehraufwand von nur 2 Jahren der Bachelorgrad in Ergotherapie erworben
werden kann.