Etwas eng hier...  
  Jetzt wird's aber richtig eng!
Ich muß weiter, aber die Mülltonnen sind im Weg...
   ... dann muß ich wohl doch auf die Straße.
Hier ist's aber holprig!
Hier fühle ich mich nicht sicher!
Kommt da jetzt ein Auto???
Hoffentlich rutsch' ich nicht aus!
Hoffentlich kipp' ich nicht um!
Ganz schön anstrengend!
Jetzt muß ich schon wieder auf die Straße.....
Hier fühl' ich mich sicher!
Ganz leicht die Straße queren!
Da komm' ich runter ohne rauszufallen!
Wie sollen wir hier über die Straße kommen????
Hier kommen wir gut rüber!
Mit Hilfe komm' ich auch hier rein!
.... hier auch!
Wie soll ich denn da drankommen???
Ich will auch da hoch!!
Cool... ohne Treppe in die Gemeindehalle und zurück!
.... und genauso in die Gemeindeverwaltung!
Jetzt kann ich hindernisfrei Geld abheben!
Puuh.... ganz schön anstrengend!
... und wie soll ich jetzt zum Bahnsteig kommen???
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                         Barrierefreiheit in Cölbe
                                 Mobil mit Rollstuhl, Rollator und Kinderwagen


Barrierefrei, was ist das?  „Zugänglichkeit für alle!“

„Barrierefreiheit  bedeutet, dass Gebäude und öffentliche Plätze, Arbeitsstätten und Wohnungen,
Verkehrsmittel und Gebrauchsgegenstände, Dienstleistungen und Freizeitangebote so gestaltet
werden, dass sie für alle ohne fremde Hilfe zugänglich sind.“
(Quelle: http://www.aktionmensch.de/inklusion/barrierefreiheit.php)

Wir sind eine kleine Projektgruppe des Kurses 27 der Hephata Ergotherapieschule Fokus und
befinden uns im 2. Jahr der dreijährigen Ausbildung zur/zum Ergotherapeut/in.
Als angehende Ergotherapeut/innen möchten wir es Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen
ermöglichen, in ihrem Alltag bei Selbstversorgung, Arbeit und Freizeit möglichst selbständig zu bleiben
bzw. zu werden.

Als Projektgruppe haben wir uns mit dem Thema „Barrierefreiheit in Cölbe“ befasst.
Wir haben uns erstmal mit der Frage „Was ist Barrierefreiheit?“ beschäftigt, uns überlegt welche
Personengruppen betroffen sind und uns ein Bild über die Lage in Cölbe verschafft.
Wir führten eine Befragung durch und machten auch eine Selbsterfahrung, indem wir uns mit Rollstuhl
und Rollator durch Cölbe bewegten.
Ein anderer Teil machte eine Selbsterfahrung. Dabei verschafften wir uns einen Überblick über die
alltäglichen Hindernisse und fanden sowohl gut zu bewältigende Bürgersteige und Kreuzungen als auch
weniger gut nutzbare Wege.

Die Befragung und die Selbsterfahrung ergaben, dass die Gemeinde Cölbe bereits an vielen Stellen
dafür gesorgt hat, dass auch Menschen mit Einschränkungen in ihrer Mobilität besser und sicherer
unterwegs sein können: Kreuzungen wurden entsprechend umgestaltet und Bordsteine abgesenkt.
Eine ganze Reihe von Geschäften und Einrichtungen hat barrierefreie Eingänge 
Wir haben aber auch Stellen gefunden, an denen Rollstuhlfahrer oder Gehbehinderte mit Rollator nicht
oder nur erschwert auf dem Bürgersteig unterwegs sein können. Wenn diese Personen auf die Straße
ausweichen müssen, fühlen sie sich unsicher, weil sie bei aufkommendem Verkehr schlecht
ausweichen können.

Bei unserer Bestandsaufnahme haben unterschiedliche Barrieren gefunden:
· Manchmal sind Bürgersteige zu schmal oder fehlen ganz.
· An vielen Stellen ist der Bordstein zu hoch.
· Mülltonnen stehen so, dass man nicht vorbeikommt und deshalb auf die Straße ausweichen
muss.
· Die ungünstige Parksituation führt oft dazu, dass Autos auf dem Bürgersteig parken.
· Vereinzelt fehlen Fußgängerüberwege.
· Manche Hecken sind so hoch, dass der Weg oder die Verkehrssituation nicht ersichtlich sind.
· Teilweise sind die Stufen vor den Eingangstüren von Geschäften und öffentlichen Gebäuden so
hoch, dass sie ein großes Hindernis darstellen.


Wir haben aber auch festgestellt, dass in den Geschäften, Einrichtungen etc. eine große Bereitschaft
besteht, Bürger/innen mit Einschränkungen in der Mobilität beim Einkaufen und bei der Nutzung der
Einrichtungen zu helfen.

Wir überlegten uns, auf welche Art und Weise wir einen Beitrag leisten könnten, um diejenigen zu
unterstützen, die bei ihrer Mobilität auf Barrierefreiheit angewiesen sind. Im Zuge dessen haben wir in
vielen Geschäften, mit freundlicher Erlaubnis, Schilder aufgehängt, die auf die Hilfsbereitschaft der
Mitarbeiter/innen aufmerksam machen.

Wir setzten uns mit dem Bürgermeister sowie dem Bauamt in Verbindung und erhielten dort
Informatioen für unser Projekt. Dabei stießen wir auf großes Interesse und erhielten viel Unterstützung.

Auch mit der Koordinatorin des Seniorennetzwerks hier in Cölbe tauschten wir uns aus und bekamen
wertvolle Anregungen.

Anhand der gesammelten Informationen erstellten wir eine Karte von Cölbe, auf der wir die
Bürgersteige in Bezug auf ihre Barrierefreiheit farblich markierten.
Daraus geht hervor, welche Wege für Rollator- bzw. Rollstuhlfahrer gut, bedingt oder gar nicht nutzbar
sind.

Diese Karte kann hier, in der Gemeindeverwaltung und in den Räumen des Seniorennetzwerks
eingesehen werden.

Zudem erstellten wir einen Flyer, der in der Bäckerei Müller, im Rathaus, in der Gemeindehalle, bei den
Hausgemeinschaften St. Jakob (Am Schubstein), in der Burgwald-Apotheke und im REWE-Markt
erhältlich
ist. Sie können unseren Flyer auch hier herunterladen: Flyer "Barrierefreiheit in Cölbe"

Weitere Informationen zum Thema "Barrierefreiheit" finden Sie hier:
www.aktion-mensch.de
www.barrierefreiheit.de
www.fib-ev-marburg.de
Bildergalerie